Aufruf für Kinderbuch-Sammlung in indigenen Sprachen

Seit 1967 wird rund um den 2. April der Welt-Kinderbuchtag gefeiert. Aus diesem Anlass haben die UNESCO und das International Board on Books for Young People ein neues Projekt angekündigt, das sprachliche Vielfalt fördern soll: Sie bauen eine Sammlung bemerkenswerter Kinderliteratur in indigenen und bedrohten Sprachen auf. Verlage, Bibliotheken und andere Institutionen sind eingeladen, Bücher dafür vorzuschlagen. Weltweit werden rund 7.000 Sprachen gesprochen. Studien zufolge wird nahezu die Hälfte davon bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verschwunden sein. Indigene Sprachen sind besonders gefährdet. Der Internationale Kinderbuchtag wird zum Geburtstag des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen begangen. Die Patenschaft dafür übernimmt jährlich ein anderes Land. Diesmal sind es die Niederlande. Weltweit beteiligen sich Autorinnen, Zeichner und Schulen, um für Literatur zu begeistern.