Adam Nicolson: „Der Ruf des Seevogels“
Liebeskind, München 2021
384 Seiten, 36 Euro
Bücher zum Verschenken
Adam Nicolsons "Der Ruf des Seevogels" © Deutschlandradio / picture alliance / Zoonar / Liebeskind
„Der Ruf des Seevogels“ von Adam Nicolson
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24 Mal literarische Bescherung: Wir empfehlen Bücher zum Verschenken. Heute: „Der Ruf des Seevogels“ von Adam Nicolson, eine faszinierende Sammlung von ornithologischen Porträts.
Worum geht es?
Papageientaucher, Trottellummen, Dreizehenmöwen, Albatrosse, Sturmtaucher sind die Protagonisten dieses Buches – Seevögel, die den Autor von Kindesbeinen an fasziniert haben.
Er wuchs an der schottischen Küste auf und ließ sich von seinem Vater in seiner Begeisterung für Meeresvögel anstecken. Zehn umfangreiche Vogelporträts, die von großem Wissen und Beobachtungsgabe zeugen, hat er für diesen Band verfasst.
Was ist das Besondere?
Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, welche wunderbaren Eigenschaften, Fähigkeiten, Überlebensstrategien diese Tiere haben. Es geht um fantastische Luftakrobatik, um hohe Intelligenz und die perfekte physische und auch psychische Abstimmung auf Planet und Ozean, um kunstvoll gebaute Nester oder Vögel, die bis zu 50 Jahre alt werden.
Auch den frühen Forschern dieser faszinierenden Spezies und dem Verhältnis von Walfängern oder Indianern zu ihnen ist der Autor auf der Spur. Das ganze Buch zeugt von seiner großen Liebe zu und Respekt vor seinem Sujet.
Wem schenken Sie das Buch?
Ich schenke „Der Ruf des Seevogels“ von Adam Nicolson meinem Vater. Wie der Vater des Autors ist er ein begeisterter Ornithologe und hat diese Faszination seinen Kindern weitergegeben.
Wir sind zwar nicht bis auf die Hebriden gefahren, um Vögel zu beobachten, aber oft sind wir im Sommer ganz früh morgens mit dem Fernglas zur Elbe aufgebrochen, haben uns vorsichtig herangepirscht, die Vögel in Büschen und auf Wiesen erspäht, Melodien erlauscht und zugeordnet – weniger waren es natürlich Möwen und Albatrosse als Buchfinken, Rotschwänze, Lerchen oder Pirole.
Auf seinen Reisen ans Meer hat mein Vater aber sicher auch mal Möwen und Papageientaucher gesehen. Und seinen Garten hat der heute 80-Jährige so angelegt, dass möglichst viele Vögel dort brüten können.