Christiane Peitz leitet das Kulturressort des Berliner "Tagesspiegel", wo sie seit 2000 tätig ist. Zuvor arbeitete sie als freischaffende Journalistin und Filmkritikerin. Von 1984 bis 1991 war sie als Kulturredakteurin bei der "taz" beschäftigt, nach einem Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Hamburg und Berlin.
Referendum mit starken Nebenwirkungen

Der Kampf um die Unabhängigkeit Kataloniens hat sich mit dem Referendum weiter zugespitzt, eine Lösung scheint nicht in Sicht. Was können Separatisten und Madrid tun, um die Lage zu entschärfen? Fragen an die Kulturjournalistin Christiane Peitz.
Wie geht es weiter in Katalonien? Die Lage nach dem Referendum ist völlig verfahren. Die Separatisten vermelden 90 Prozent Zustimmung für die Abspaltung von Spanien – doch was nützt ihnen der Sieg, wenn die Zentralregierung in Madrid ihn nicht anerkennt? Und wie weit wird Ministerpräsident Rajoy gehen bei dem Versuch, die Teilung des Landes zu verhindern? Fragen, die wir heute mit unserem Gast Christiane Peitz, der Leiterin des Kulturressorts beim Berliner "Tagesspiegel", erörtern wollen.

Christiane Peitz, Leiterin des Kulturressorts beim "Tagesspiegel"© Deutschlandradio - Andreas Buron
Weiteres Thema der Sendung: Nach sieben langen Jahren wird morgen die Staatsoper unter den Linden in Berlin wiedereröffnet – um ein paar Tage später wieder für zwei Monate geschlossen zu werden. Deswegen findet am Tag der Deutschen Einheit erst einmal auch nur eine vorspielartige "Premiere Präludium" statt. Die ursprünglich geplante Bauzeit betrug übrigens drei Jahre, 235 Millionen Euro wollte man ausgeben. Restaurierung und Modernisierung kosteten letztlich 400 Millionen Euro.

Prächtig: der große Saal der Staatsoper Unter den Linden. Im Zuge der Sanierung wurde für eine bessere Akustik die Decke um mehrere Meter angehoben.© dpa / picture Alliance/ Bernd von Jutrczenka
Außerdem in der Stunde zwischen 12.05 und 13 Uhr: Hintergründe zum Medizin-Nobelpreis, der heute vergeben wird. Und wir blicken auf die Deutsche Einheit und fragen, wann wir tatsächlich so zusammengewachsen sein werden, dass wir von Ost und West nichts mehr merken. (ahe)