Einstige Römer-Gebiete in Deutschland sind noch heute im Vorteil

    Das Foto zeigt einen rekonstruierten Limesturm am Rhein.
    Rekonstruierter Limesturm am Rhein. © chromorange
    Vor 2000 Jahren gehörte ein Teil des heutigen Deutschland zum Römischen Imperium - und profitiert bis heute davon. Diese Gebiete standen damals auf einer wesentlich höheren Kulturstufe und sind einer Studie der WU Wirtschaftsuniversität Wien zufolge heute noch immer tendenziell wohlhabender und dichter besiedelt als ehemalige germanische Territorien. Laut Forschung sind die Menschen in den ehemals römischen Gegenden außerdem lebensbejahender, gründen mehr Unternehmen und leben im Durchschnitt ein halbes bis ein Jahr länger. Die Erklärung für die Unterschiede sieht der Historiker Fabian Wahl in einem Startvorteil der römischen Gebiete durch frühe Urbanisierung und Infrastruktur. Die römische Bäderkultur habe zum Beispiel höhere Hygienestandards etabliert, die noch weit über die Zeit hinaus nachwirkten. Römische Gründungen wie Köln, Trier und Mainz seien früh Bischofssitze geworden und dadurch auch im Mittelalter bedeutende Verwaltungszentren geblieben.