FU Berlin sagt Ausstellung zu antisemitischen Pogromen ab

    Das Universitätsgebäude "Holzlaube" der Freien Universität in der Fabeckstraße. Die Fassade ist mit kanadischer Zeder verkleidet und grau lasiert.
    Die Schau könnte emotionale Reaktionen und „intensive Debatten" hervorrufen, hieß es zur Begründung. © picture alliance / dpa / Jens Kalaene
    Die Freie Universität Berlin (FU) war bis zuletzt besonders stark von den Protesten zum Nahostkonflikt betroffen. Bei einem Angriff propalästinensischer Aktivisten auf das Präsidium der Hochschule wurden Mitarbeiter verletzt und Räume verwüstet. Jetzt hat das Präsidium der FU die Ausrichtung der Wanderausstellung „The Vicious Circle“ des britischen National Holocaust Centre and Museum abgelehnt, da sie emotionale Reaktionen und „intensive Debatten, die möglicherweise unangemessen sind“, hervorrufen könnte. Die Schau war zum 80. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau geplant. Sie dokumentiert antisemitische Pogrome an fünf Schauplätzen in Europa und im Nahen Osten.