Kinderschutzbund und Kinderhilfswerk für Wahlrecht ab 14

Kinder-Verbände haben ein Wahlrecht ab 14 Jahren gefordert. Dies sei dringend nötig, sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, Hilgers, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In der Politik kämen die Interessen von Kindern viel zu kurz, das habe gerade erst die Corona-Pandemie gezeigt. Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Krüger, sprach ebenfalls in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" von einem überfälligen Schritt. Kinder und Jugendliche verfolgten politische Prozesse aufmerksam, hätten eigene Interessen und seien in der Lage, sich eine Meinung zu politischen Fragen zu bilden. Seine Organisation trete dafür ein, die Wahlaltersgrenze auf allen Ebenen, also von der Europa- bis zu den Kommunalwahlen, zunächst auf 16 Jahre und in einem zweiten Schritt auf 14 Jahre abzusenken, so Krüger. Die Ampel-Koalition will auf nationaler Ebene das Wahlalter von derzeit 18 auf 16 Jahre senken. Das Vorhaben könnte aber am Bundesrat und den unions-regierten Ländern scheitern.