Omri Boehm darf nicht bei Buchenwald-Gedenken auftreten

    Omri Boehm blickt in die Kamera. Der Mittvierziger hat eine Glatze und einen Dreitagebart und trägt ein dunkles Sakko über einem weißen Hemd, dessen Kragen weit geöffnet ist.
    Omri Boehm © picture alliance / dpa / Christian Charisius
    Kurz vor dem zentralen Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora ist eine geplante Rede des deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm abgesagt worden. Es habe sich ein Konflikt mit Vertretern der israelischen Regierung angebahnt, in den auch Überlebende der Lager hineingezogen worden seien, sagte der Direktor der Stiftung Gedenkstätten, Wagner in Weimar. Genauer wurde er nicht. Der Vortrag des New Yorker Hochschullehrers soll nun später nachgeholt werden. Wagner betonte, an der persönlichen und fachlichen Eignung Boehms als Redner im Rahmen des Gedenkens bestehe keinerlei Zweifel. Er leiste mit seinen Arbeiten wichtige Erinnerungsarbeit und sei ein Brückenbauer.