Pariser Musiker verdeutlichen mit Blindtest den Klang wertvoller Geigen

In Paris hat ein aufwendiger Vergleich verschiedener Geigen stattgefunden. Das berichtet der französische Figaro. Besonderer Clou: Das Publikum, rund 100 Zuhörer, konnte die von Musikern des Orchesters von Radio France hinter einem Vorhang gespielten Geigen nicht sehen. In Konkurrenz standen sieben Geigen, darunter auch ein Instrument von Antionio Stradivari. Dem abstimmenden Publikum gefiel nicht die teuerste Geige, die Stradivari, mit einem Millionenwert, sondern eine ebenfalls wertvolle, im 18.Jahrhundert gebaute Geige, von Guarneri del Gesú. Der Figaro zitiert auch den Konzertmeister des Orchesters: Ziel sei nicht gewesen, die beste Geige zu küren. Stattdessen habe man das Publikum für die Klangnuancen und unterschiedlichen Charaktere der Instrumente sensiblisieren wollen.