PEN fordert Freilassung inhaftierter Autoren

    Ein Informationsblatt wird vor die Geschäftsstelle des deutschen PEN-Zentrums im Literaturhaus in Darmstadt gehalten (gestelltes Foto).
    PEN Zentrum Deutschland © picture alliance / dpa / Claus Völker
    Das PEN-Zentrum Deutschland hat am "Tag des inhaftierten Schriftstellers" (15.11.) gegen die Misshandlung und Inhaftierung von Autorinnen und Autoren protestiert. Beispielhaft erinnerte die Schriftstellervereinigung an Autoren aus der Ukraine, China, Marokko und Kuba. Darunter ist auch die Menschenrechtsverteidigerin Iryna Danylovych, die von russischen Behörden zu sieben Jahren Haft verurteilt worden sei. Laut PEN hat sie Missstände im Gesundheitssystem der von Russland besetzten Halbinsel Krim aufgedeckt. Die Bürgerjournalistin sei als "ausländische Agentin" eingestuft und wegen angeblichen Umgangs mit Sprengvorrichtungen verurteilt worden. Das PEN-Zentrum Deutschland erinnerte auch an den tibetischen Schriftsteller und Pädagogen Go Sherab Gyatso. Er habe sich der Kultur Tibets gewidmet und die Bestrebungen der chinesischen Regierung kritisiert, den Zugang tibetischer Kinder zum Unterricht in ihrer Muttersprache einzuschränken. Unter dem Vorwurf der Anstiftung zur Sezession sei er zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. PEN erinnerte außerdem an den marokkanischen Journalisten Soulaiman Raissouni, der wegen angeblicher sexueller Übergriffe festgenommen worden sei und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Auch an die kubanische Dichterin Maria Cristina Garrido Rodriguez erinnerte der PEN. Nach friedlichen Protesten sei sie geschlagen worden und seit rund zwei Jahren inhaftiert.