Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Jukka-Pekka Saraste
Traditionell und revolutionär
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin freut sich, mit dem Gastdirigenten Jukka-Pekka Saraste zu arbeiten. Das Programm ist klassisch wie innovativ: Beethovens 4. Sinfonie und Sibelius' 3. Sinfonie blicken zurück und zugleich voraus.
Auch für ihn ist es einer der ersten Auftritte seit sechs Monaten. Jukka-Pekka Saraste meint im Gespräch, seinen Zwangsurlaub genossen und neue Ideen für den musikalischen Alltag bekommen zu haben.
Wir dürfen gespannt sein, wie er beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin das Corona-taugliche Programm mit zwei mittelgroß besetzten Sinfonien angeht. Nach seinen vielen Jahren als Chefdirigent des WDR-Sinfonieorchesters in Köln bis 2019 arbeitet Saraste jetzt freischaffend als international gefragter Orchesterleiter für Konzert und Oper.
Jean Sibelius brachte seine Dritte Sinfonie 1907 unter seine Hörerinnen und Hörer. Die Reaktion war verhalten. Bis heute hält sich die Meinung, das Werk sei das eines Übergangs und des Suchens zwischen dem national-gefärbten Aufbruch bei den ersten beiden Sinfonien und dem gesetzten Personalstil der folgenden Sinfonien. Es sind die großen Bögen und Steigerungsverläufe, die in dieser Sinfonie sowohl vom Orchester wie auch vom Dirigenten Gespür, Erfahrung und Gestaltungskraft verlangen.
Ähnlich eingezwängt zwischen großen Schwesterwerken ist die Vierte Sinfonie Ludwig van Beethovens. Sie sei eine "griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen", meinte Robert Schumann. Ob nun die Eroica und die Fünfte Sinfonie so nordländisch klingen, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist die Vierte Sinfonie am klassischen Form- und Klangideal Haydns und Mozarts geschult und zeigt erst recht, wie romantisch der große Jubilar des Jahres 2020 in seinen meisten anderen Werken gedacht hat.
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom Nachmittag
Aufzeichnung vom Nachmittag
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52
im Anschluss zum 100. Todestag von Max Bruch am 2. Oktober 2020:
Georg-Friedrich-Händel-Halle, Halle/Saale
Aufzeichnung vom 9. März 2020
Aufzeichnung vom 9. März 2020
Max Bruch
Konzert für Klarinette, Viola und Orchester e-Moll, op. 88
Suite nach Russischen Volksmelodien op. 79b (Auszug)
Konzert für Klarinette, Viola und Orchester e-Moll, op. 88
Suite nach Russischen Volksmelodien op. 79b (Auszug)
Sharon Kam, Klarinette
Ori Kam, Viola
Staatskapelle Halle
Leitung: Ariane Matiakh