Streit um S-Bahn-Tunnel unter Sinti-Roma-Mahnmal in Berlin

    Das Mahnmal zeigt ein Wasserbecken im Tiergarten. Im Hintergrund ist der Bundestag zu sehen.
    Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas © Bildagentur-online / Universal Ima / Bildagentur-online
    Der Streit um einen geplanten S-Bahn-Tunnel unter dem Berliner Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas ist erneut aufgeflammt. Während Kritiker das Denkmal insgesamt gefährdet sehen und einen Planungsstopp fordern, unterstützt der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma die von Bahn und Stadt erarbeiteten Pläne und mahnt zu einer sachlichen Debatte. Von einer drohenden Zerstörung von Mahnmal und Gedenkort könne keine Rede sein, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Romani Rose in Heidelberg. Ein eventuelles Scheitern des S-Bahn-Projekts, von dem Millionen Menschen in Berlin profitieren könnten, sei gefährlich, warnte er. Die öffentliche Diskussion dürfe nicht dazu führen, dass Sinti und Roma für das Scheitern dieses wichtigen Projekts in Berlin verantwortlich gemacht würden und Rechtsextremisten und Nationalisten dies propagandistisch für ihren antiziganistischen Hass verwendeten.