UNESCO-Welterbekomitee beschäftigt sich im Juli mit den Pyramiden von Gizeh

    Die Cheops-Pyramide ist die älteste und größte der drei Pyramiden von Gizeh und wird deshalb auch als Große Pyramide bezeichnet. Sie ist die höchste Pyramide der Welt.
    Ein Video über Arbeiten an der Cheops-Pyramide hat eine Kontroverse über den Erhalt dieses Weltkulturerbes ausgelöst. Die UNESCO wird sich im Juli mit dem Thema befassen.. © dpa picture alliance/ Felix Heyder
    In der Debatte um den Erhalt der Pyramiden von Gizeh meldet sich nun auch die UNESCO zu Wort. Das Weltkulturerbekomitee teilte Deutschlandfunk Kultur mit, bei der nächsten Sitzung im Juli werde man sich mit dem Thema beschäftigen. Dann stehe die Prüfung des aktuellen Berichts der ägyptischen Regierung an. Über ein Netz-Video, das derzeit Wellen schlägt, will die UNESCO allerdings noch keine genauen Informationen haben. Der Film zeigt, wie Bauarbeiter Steine an der Cheops-Pyramide zerstören. Ägyptische Parlamentarier und Archäologinnen schlugen darauf hin Alarm. Monica Hanna von der Akademie der Wissenschaften in Kairo benannte staatliches Missmanagement als größte Bedrohung für das kulturelle Erbe Ägyptens. Die Regierung in Kairo warnte dagegen vor einer Beschädigung des Tourismussektors und wiegelte auch in der Sache ab: Das virale Video zeige nur, wie an der Cheops-Pyramide für ein neues Beleuchtungssystem rund 20 Jahre altes Material beseitigt werde.