Tiere essen? Nein danke!
Kein Fleisch auf dem Teller, keine Milch im Kaffee: Der "Welt-Vegan-Tag" ist der Aktionstag der Menschen, die bei ihrer Ernährung Tierisches bewusst weglassen. Ausgerufen wurde der fleischlose Feiertag von der britischen "Vegan Society", die für pflanzliche Kost wirbt. Der Lebensstil findet immer mehr Anhänger. Wir schauen nach Israel, Großbritannien und Serbien.
Israel: Wo Sojamilch und Dattelhonig fließen
In israelischen Supermärkten sind vegane Produkte allgegenwärtig: Manchen gilt Israel schon als veganstes Land der der Welt, berichtet Kilian Neuwert aus Tel Aviv.
Zur Massenbewegung wurde die vegane Ernährungsweise nicht zuletzt durch die Tierrechtsaktivistin, Tal Gilboa, die Gewinnerin der israelischen "Big Brother"-Show war. Die vegane Ernährung passt auch gut zur koscheren Küche.
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Großbritannien: Nicht Mainstream, aber ein Trend
Die Briten lieben Sonntagsbraten, Fish & Chips und Cheddar Käse immer noch sehr, doch auch die Insel wird immer veganer.
Laut Vegan Society bezeichneten sich im vergangenen Jahr fast 550.000 Briten als Veganer – vor zehn Jahren waren es nur 150.000.
So steigt auch in Großbritannien die Zahl der veganen Lebensmittel kontinuierlich: Fast zehn Prozent aller neu auf den Markt kommenden Produkte haben ein Vegan-Label, berichtet Stephanie Piper aus London:
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Serbien: Veganer gelten als "typisch westlich"
Für viele Serben ist der Fall klar. Warum ihr Tennis-Star Novak Doković keine Titel mehr gewinnt? Er ist zum Veganer geworden.
So gut wie kein Rezept der serbischen Nationalküche kommt ohne Fleisch, Fisch, Milch, Eier oder Honig aus.
Die Vegan-Ernährung hingegen gilt vielen Serben als neumodische, typisch westliche Erscheinung, die versuche sich sektenartig auszubreiten. Laut Schätzungen soll es aber immerhin 3000 Veganer in Serbien geben.
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