"Zentrum für Politische Schönheit" beklagt Beschlagnahmung seines Protestbusses

    Ein umgebauter Bus mit dem Namen "Adenauer SRP+" fährt bei einer Protestaktion vom "Zentrum für politische Schönheit" vor das Brandenburger Tor in Berlin-Mitte.
    Die Polizei verbreitete ein Foto des Busses vom "Zentrum für Politische Schönheit" ohne den Schriftzug "Adenauer SRP+". © picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka
    Die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" erhebt Vorwürfe gegen die Berliner Polizei. Anlass sind Geschehnisse am Rande von Protesten gegen einen befürchteten Rechtsruck nach der Bundestagswahl. Dabei wurde ein Bus des Zentrums beschlagnahmt, der sogenannte "Adenauer SRP+". Der ehemalige Gefangenentransporter dient laut der Gruppe als - Zitat - "Kampfpanzer der Zivilgesellschaft". Er verfügt über eine kräftige Lautsprecheranlage, eine Nebelanlage und Laserprojektoren. Diese Aufbauten sind der Polizei zufolge der Grund für die Sicherstellung: Sie seien erst nach Erteilung der Betriebserlaubnis montiert worden. Das "Zentrum für Politische Schönheit" sprach von "Fake News" und warf der Behörde außerdem "Fälschung" vor. Denn: Die Polizei verbreitete ein Foto des Fahrzeugs über ihren offiziellen X-Account. Darauf war der Schriftzug "Konrad Adenauer SRP+" seitlich am Bus wegretuschiert. Begründet wurde das mit dem Neutralitätsgebot.